Ein neues, interaktives Lehrerforum, das vom OECD/CERI Learning Sciences and Brain Research Projekt eingerichtet wurde, lädt LehrerInnen aller Schulstufen zu Diskussionen mit Wissenschaftern über die neuen Herausforderungen des Lehrens und Lernens im 21. Jahrhundert ein.
LehrerInnen im OECD-Raum werden in ihren Ausbildungen kaum darüber informiert, wie das Gehirn funktioniert. Wenn PädagogInnen die Worte "Funktionsstörung des Gehirns" hören, sehen sie das Problem meist außerhalb ihres Kompetenzbereiches. Es ist daher nicht überraschend, dass sie oft SchülerInnen mit speziellen Störfunktionen des Gehirns verloren gegenüberstehen. Doch Kinder, die an Legasthenie oder Rechenschwäche leiden, sollen nicht vom Regelunterricht ausgeschlossen werden.
Andererseits sind LehrerInnen sehr enthusiastisch und bereit darüber informiert zu werden, wie das Gehirn arbeiten, wie es "lernt" und sie sind offen für neue Ideen, die aus wissenschaftlichen Untersuchungen stammen. Sie versuchen, diese in ihre Unterrichtsmethoden zu integrieren und diesen mit Hilfe von Erkenntnissen aus der der Gehirnforschung zu verbessern.
Doch es gibt dabei auch Gefahren. Da LehrerInnen schlecht über aktuelle wissenschaftliche Forschungen informiert werden - und diese auch manchmal sehr schwierig zu verstehen sind - könnten sie von irreführenden Meinungen, dramatischen Nachrichtenüberschriften etc. in die Irre geführt werden.
Die OECD/CERI Learning Sciences and Brain Research Projektwebsite war bei PädagogInnen ein großer Erfolg. Aus diesem Grund hat CERI dieses neue Onlineforum gestartet, um Debatten anzuregen, zu informieren und um Ressourcen für LehrerInnen zur Verfügung zu stellen, wie zum Beispiel Lernfibeln über das Gehirn, wissenschaftliche Artikel und weitere pädagogische Materialien.
http://www.teach-the-brain.org |