| Mit jeder bahnbrechenden Erfindung - so auch mit dem Internet und seinen Diensten (damit meine ich Chats, Newsgroups, Foren, etc.) - sind auch Tür und Tor für weniger ehrenhafte Absichten geöffnet. Jeder kritisiert sofort Websites mit pornographischen Inhalten. In der Tat sind das die überwiegenden Inhalte auf öffentlich genutzten Websites, die für Kinder (und oftmals auch für jeden Erwachsenen) ungeeignet sind. Seit das Internet so weit verbreitet ist, sind Kinder online immer mehr ungeeigneten Inhalten auf Websites ausgesetzt (Glücksspiel, Websites mit diskriminierenden Inhalten, etc).
Unglücklicherweise ist noch nicht viel dagegen unternommen worden. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass erst etwas Furchtbares geschehen muss, bevor die Zuständigen auch tatsächlich Aktionen setzten und Geld für die Bekämpfung des Problems investieren. Aus diesem Grund sind die Verbreiter von schädlichen Inhalten auch den Fahndern immer einen Schritt voraus.
Im Moment können wir aber einen neuen Trend im Bereich Internetfilter feststellen. Diese werden schneller entwickelt als so machen Sicherheitslösungen einer gewissen Firma, die auch Betriebssysteme herstellt. Falls ihr euch schon jemals gefragt habt wie ihr euch in dieser Welt der Servicepacks und Betaversionen zurechtfinden sollt, dann seid ihr höchstwahrscheinlich bei der Wahl des richtigen Internetfilters ebenfalls ein Wenig überfordert. Die Entscheidung liegt letztendlich bei euch, aber dieser Artikel möchte euch helfen, einige weniger effiziente Filter für euch herauszufinden.
Abruf und Präzision
So wie es verschiedenste Shampoos gibt, die Schuppen bekämpfen, gibt es auch unterschiedlichste Filtermethoden. Generell kann man aber feststellen, dass jedes Programm auf Abberufung und Präzision basiert.
Ein effektiver Filter legt fest welche Websites gefiltert werden sollen und welche nicht. Die Software muss also in der Lage sein, pornographische, rassistische, etc. Sites im Web zu erkennen. Diesen Vorgang nennt man Abruf.
Was die Spreu vom Weizen trennt ist aber die Fähigkeit einer Software, die gefundenen Websites auch richtig einzuschätzen. Es soll schließlich nicht jede Site, die das Wort 'Sex' enthält gefiltert werden. Der Zugang zu pornographischen Sites soll blockiert werden, der zu wissenschaftlichen Informationen jedoch nicht. Diese Fähigkeit zwischen Websites zu unterschieden wird als Präzision bezeichnet.
Abruf und Präzision sind umgekehrt proportional zueinander. Wenn man zum Beispiel ein Unkrautvertilgungsmittel einsetzt, das Unkraut beseitigt, zerstört man damit auch ungewollt nützliche Pflanzen. Wenn man sich jedoch für ein ganz spezifisches Unkrautvertilgungsmittel entscheidet, werden andere Arten des Unkrauts nicht beschädigt. Das gleiche trifft auf Filter zu. Ein Filter, der im Stande ist Websites mit schädlichen Inhalten zu identifizieren, wird gleichzeitig einige unbedenkliche Sites ebenfalls blockieren. Andererseits werden trotz spezieller Software immer wieder schädliche Inhalte auftauchen, die nicht gefiltert werden konnten.
Die Methoden
Heutzutage gibt es drei verschiedene Arten von Filtertechniken: Live-Filtering, die Verwendung von Labels und 'Sicheres Surfen'.
Live-filtering
Diese Art der Filtersoftware durchsucht jede besuchte Website auf ungeeignete Inhalte. Wenn sie ein unpassendes Wort entdeckt, wird der Zugang zur Site blockiert. Einige Filter der zweiten Generation sind sogar in der Lage, Bilder zu untersuchen, aber diese Technik muss noch verbessert werden.
Vorteile:
-
Ein breites Spektrum von ungeeigneten Sites wird erfasst.
Nachteile:
-
Geeignete Websites können auch blockiert werden (zum Beispiel ein Rezept für Hühnerbrust oder eine Agentur in Essex);
-
Verlangsamt das Durchblättern einer Site;
-
Basiert auf einem bestimmten Vokabular. z.B. Namen von neuen Pornostars sind nicht enthalten.
Labels
Diese Filtertechnik setzt Labels ein, um zu entscheiden, ob Zugang gewährt wird oder nicht. Das bedeutet, dass schlaue Webdesigner gewisse Labels auf die eigene Website hinzufügen können (z.B. keine Religion, keine Nacktheit, etc.). Spezialisierte Institutionen sammeln diese Labels und geben sie an Softwareentwickler weiter.
Vorteile:
-
Labels werden in den meisten Fällen von offiziellen Institutionen überprüft.
Nachteile:
-
Labels sind frei wählbar.
Sicheres Surfen
Bei dieser Methoden stellen Eltern eine Liste mit Websites zusammen, die von ihren Kindern durchsucht werden können. Neu erschienene Websites sind oftmals nicht in dieser Liste enthalten.
Vorteile:
-
Die Eltern haben vollständige Kontrolle über die besuchten Websites;
-
Ideal für sehr junge Kinder ;
-
Die Liste kann sich gleichzeitig mit dem Internet weiterentwickeln.
Nachteile:
-
Erfordert einen gewissen Einsatz der Eltern;
-
Sehr frustrierend für interneterfahrene Kinder;
-
Beinahe unmöglich für Eltern, jede neuerscheinende Website, die im Internet veröffentlicht wird, zu kennen;
-
Kinder finden sehr schnell Wege, diese Filtermethode zu überlisten.
Schlussfolgerung
Die Auswahl an Internetfiltern ist sehr groß. Einige sind für Firmen geeignet, andere wiederum sind ganz besonders auf die Bedürfnisse von Eltern und deren Kinder zugeschnitten. Wenn ihr euch für Internetfilter entscheidet, solltet ihr We-Blocker versuchen. Im Gegensatz zu den bekannten Filtern wie Norton und McAfee ist dieser Filter und seine Nachrüstungen gratis. Außerdem ist diese Software effizienter als so mancher Filter, den man käuflich erwerben muss.
Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Websites:
Software:
Allgemeine Informationen
|